In der Welt
zu Hause.

29.08.-06.09.2020

28.08.2020 Fachbesuchertag

Von Samarkand nach Kirgisistan

Auf der Seidenstraße erfahren die Traumtourer wahrhaftige orientalische Schönheit. Bereits Chiwa und Buchara waren beeindruckend, aber Samarkand raubt so manchem Besucher den Atem. Ehrfürchtig bestaunen die Abenteuer unglaublich aufwendig gekachelte Medressen, einladende Innenhöfe und prunkvoll verzierte Moscheen. Sie schlendern durch die herrliche Gräberstraße und besichtigen die architektonische Pracht auf dem Hauptplatz: Dem legendären Registan von Samarkand!

Ein köstliches Mahl mit usbekischen Leckereien unter freiem Himmel und der erhabene Anblick des erleuchteten Registans am Abend lassen das Märchen von 1001 Nacht für unsere Reisemobilisten wahr werden.

Wie aus einem unwirklichen Traum erwacht, verlassen die Traumtourer bereits früh am nächsten Morgen die prächtigste Perle an der Seidenstraße – und machen sich auf den Weg nach Kirgisistan. Auf dem Osch-Basar in Taschkent decken sich einige Abenteurer noch mit usbekischem Honig, Gewürzen und anderen Köstlichkeiten ein, bevor es weiter Richtung Grenze geht. Die Landschaft verändert sich auf dem Weg deutlich sichtbar, Kaschgar wirft seine Schatten voraus…

Die Reisemobile durchqueren jetzt zum ersten Mal einen Gebirgspass. Und von nun an werden einige folgen! Tadschikistan und das Pamirgebirge sind nur einige Kilometer entfernt, doch wo früher Konflikte brodelten, kann man heute in Ruhe den Ferganapass durchqueren. Nuss- und Mandelverkäufer bieten am Wegesrand ihre Waren feil und auf der Straße lässt sich so manches merkwürdige Gefährt beobachten. 

Schließlich kommen die Traumtourer an der Grenze an. Das Geldwechseln in Osch kostet ein bisschen Geduld, aber dann rollen alle Reisemobile nach und nach auf kirgisischen Boden…

 

Wildes Kirgisistan
Das fängt ja gut an! Kurz nach der Grenze kommt es direkt zu einer kleineren Kollision mit einem Baustellenfahrzeug, die einem Reisemobil ein Seiten-Fenster kostet. Das wird mit vereinten Kräften notdürftig mit Klebeband geflickt und die richtige Reparatur auf später verschoben. Jedoch soll sich „später“ – für das zweite, immer am Schluss fahrende Teamfahrzeug, nun als sehr viel später herausstellen! 

Denn als sie die Gebirgsstraße Richtung Bischkek nehmen, zieht über dem Fluss Naryn, der sich durch eine prächtige Canyonandschaft schlängelt, wie aus dem Nichts ein heftiger Sturm auf. Ein gewaltiges Gewitter entlädt sich plötzlich in den Bergen, Steine fallen auf die Fahrbahn und schließlich schiebt sich eine riesige Schlamm- und Geröllzunge auf die Fahrbahn. Nichts geht mehr! Geschlagene 14 Stunden steckt das Reiseleiterteam im Gebirge fest, bis die Straße einigermaßen geräumt und wieder befahrbar ist. Gut, dass sie die Nacht – anders als die vielen einheimischen betroffenen Fahrer – gemütlich in ihrem Häuschen auf Rädern verbringen konnten…

Aber wir wissen ja, dass die Traumtourer nichts aufhalten kann…Daher geht es nach diesem Abenteuer am nächsten Tag erst einmal unbeirrt in das Hochgebirge des Tianshan. Hier liegt noch Schnee, der erst im Juni vollkommen abgetaut sein wird. Die Abenteurer genießen die ursprüngliche Landschaft zu dieser besonderen Jahreszeit. Nach einem langen Pass-Abstieg kommt das Reiseleiter-Team schließlich mitten in der Nacht erschöpft aber glücklich in der Hauptstadt Kirgisistans an und trifft in Bischkek endlich wieder auf die ganze Gruppe! In der einstigen Karawanserei wird das Wiedersehen dann auch tagsüber kräftig mit regionalen Spezialitäten, Bier und einheimischer Musik gefeiert. 

Nach kirgisischer Kultur ist wieder Natur pur angesagt. Am nächsten Tag verlassen die Traumtourer die Hauptstadt und steuern einen absolut malerischen Ort an: Das Südufer des Issyk Kul, den mit 6236 km2 zweitgrößten Gebirgssee der Erde. Mit einem Stellplatz direkt am Wasser, einem gemeinsam zubereiteten Mahl, einem spektakulären Sonnenuntergang und einem ebensolchen -aufgang, lässt es sich wirklich leben… 

Auch wenn man hier länger verweilen möchte, hat diese Gruppe jedoch das große Ziel vor Augen: Rechtzeitig zur All in CARAVANING in Peking angekommen zu sein. Aber vorher erwartet sie bereits die nächste Prüfung – der beeindruckende Dolon-Pass! 

Doch davon erfahren Sie in unserem nächsten Reisebericht…