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29.08.-06.09.2020

28.08.2020 Fachbesuchertag

Warum Frankreich für Vanlife Neueinsteiger das beste Reiseland ist…

Wenn man das erste Mal mit einem Wohnmobil auf Reisen geht, schwirren einem hunderttausend Gedanken und Fragen durch den Kopf. Das war bei uns vor zwei Jahren genau das Gleiche.

Landstrasse oder Autobahn? Wo soll ich übernachten? Einfach so in der Natur, auf dem Wohnmobil-Stellplatz, oder doch lieber am Campingplatz? Soll ich mich zuhause noch mit Vorräten eindecken? Was kosten Lebensmittel unterwegs? Wo kann ich duschen oder gar meine Wäsche waschen?

 

Fragen über Fragen…

Als wir 2016 das allererste Mal mit unserem DIY-Campervan „Betty“ losgefahren sind, zog es uns nach Frankreich. Warum? Weil es von unserer Heimat Luxemburg aus nur einen Katzensprung entfernt liegt.

Doch Frankreich hat uns überrascht! Dass dieses Land, was so nah an uns dran liegt uns so begeistern kann, das hätten wir uns nicht erträumt.

Und wir können es nicht oft genug sagen: hätten wir Frankreich nicht als erstes Reiseziel mit dem Van gewählt, würden wir den Vanlifestyle heute vielleicht gar nicht so toll finden…

Denn Frankreich ist die perfekte Destination für Vanlife-Neueinsteiger!

 

Patrick & Tascha alias „Patascha’s World“
Laut „Patascha“ ist das beste Reiseland für Vanille-Einsteiger…Frankreich!

 

Keine Probleme bei der Stellplatzsuche

Unsere grösste Befürchtung beim ersten Roadtrip war, dass wir keine geeigneten Plätze zum Übernachten finden würden. Wir wären in Sachen Wohnmobil und Vanlife noch absolut grün hinter den Ohren und wussten kaum etwas mit dem Begriff „Alkoven“ anzufangen… Die Vorstellung jede Nacht auf dem Campingplatz zu verbringen und dann noch teuer dafür zu zahlen, lies uns erstarren.

Allerdings war diese Angst in Frankreich schnell verflogen. Denn man findet fast in jedem, noch so kleinen Dorf einen Wohnmobil-Stellplatz. Sehr oft sogar kostenlos!

Und auch wenn man Campingplätze bevorzugt, wird man in Frankreich mit einer Vielfalt an Plätzen belohnt. Dabei sind die Preise ganz unterschiedlich. Auf dem „Camping Municipal“ kann man meist gut und günstig die Nacht verbringen. Zusätzlich hat man dann noch Annehmlichkeiten wie WC und Duschen im Preis mit inbegriffen.

Camping und Wohnmobil-Stellplätze sind gut und schön. Nichtsdestotrotz bevorzugen wir das Frei stehen. Einfach in der Natur anhalten, dort wo es uns gefällt und gegebenenfalls auch die Nacht an diesem Ort verbringen. Das ist für uns der Innbegriff des Vanlifestyles.

 

Der Innbegriff des Van-Lifestyles: Frei stehen!

 

Und auch hier ist Frankreich absolut tolerant! Während unseren zwei Jahren Vanlife-Erfahrung wurden wir in Frankreich noch kein einziges Mal beim Frei stehen ermahnt oder verscheucht. Und auch wenn uns mal ein Einheimischer aufgesucht hat, dann war es immer aus reiner Neugierde und endete in einem netten Gespräch.

Oft wird uns nachgesagt, dass wir im Vorteil sind, weil wir der französischen Sprache mächtig sind. Das mag vielleicht sein und macht uns die Kommunikation wesentlich leichter.

Oftmals reicht aber schon ein freundliches „Bonjour“ und die Leute sind zufrieden. Respektiert man dann noch sein Umfeld und verlässt den Platz wieder sauber und ordentlich, dann ist man auf der gewonnenen Seite.

Die Franzosen lieben es ebenfalls mit dem Camper unterwegs zu sein. Ja sogar im eigenen Land! Vielleicht ist Frankreich deswegen so Camper freundlich?

 

Ardèche
Gorges du Tarn

 

Damit wir bei der Auswahl unserer Stellplätze nicht zu viel Zeit verlieren, nutzen wir die park4night-App. Diese Stellplatz-App eignet sich hervorragend für Frankreich, weil sie dort ihren Ursprung hat. Und man findet wirklich alles! Vom Campingplatz bis hin zum ungestörten Platz in der Natur, irgendwo im Nirgendwo. Immer wenn wir in Frankreich sind, ist park4night unsere erste Wahl für die Stellplatz-Suche.

 

 

Wäsche waschen an Supermarkt oder Tankstelle

Ist man länger mit seinem Reisemobil unterwegs, muss man irgendwann Wäsche waschen. Wer in Frankreich keine Waschmaschine findet, ist selbst Schuld. Denn in keinem Land ist es einfacher als bei den Franzosen!

An vielen Supermärkten und Tankstellen findet man Waschsalons. Diese tragen oft den Namen „Lavomatic“ und sind nicht zu übersehen.

Entweder ist es eine Art Container, wo sich die Waschmaschinen im Inneren befinden. Oder es ist ein „Open-Air Waschsalon“ mit einem kleinen Überdach. Die Maschinen funktionieren mit Geldmünzen und sind in der Regel ganz einfach zu bedienen. Meist ist das Waschpulver schon integriert und man muss nur noch die Schmutzwäsche hineinstopfen, auf den Startknopf drücken und abwarten.

 

Wäschewaschen in Frankreich leicht gemacht mit dem „Open-Air Waschsalon“ 🙂

 

Wir finden diese Waschautomaten äusserst praktisch, weil wir unsere Wäsche direkt aus dem Van in die Maschine tun können. Kein lästiges Hin- und Her schleppen. Einfach vor dem Automaten parken und schon kann es los gehen!

Das Gleiche gilt übrigens für’s Duschen. An grösseren Tankstellen befinden sich fast immer Duschen. Diese sind vorwiegend für die Fernfahrer gedacht. Doch fragen kostet nix! Wir durften sie immer nutzen. Eine warme Dusche kostet durchschnittlich so um die 3 EUR pro Person. Manchmal haben wir Glück und die Kassiererin lässt uns beide zum Preis von einem duschen. Zur Not kann man aber auch einen Campingplatz oder Wohnmobil-Stellplatz mit Sanitäranlagen aufsuchen.

 

 

Frankreich ist vielfältig

Egal ob Sonnenanbeter, Wanderer, Kanufahrer, Surfer oder Wintersport-Fanatiker…Frankreich bietet alles an!

Wir lieben das Meer und die wilde Atlantik-Küste. Doch Frankreich hat noch mehr zu bieten: endlose Lavendelfelder, wundervolle Weinregionen, alte Schlösser, verlassene Dörfer, Wandern in den Nationalparks, Fahrrad fahren auf den Spuren des Tour de France, die Liste könnten wir jetzt ewig so weiter führen.

Bretagne

 

 

Doch der wichtigste Punkt, warum wir Frankreich so lieben ist…Schlemmen bis der Arzt kommt!

Ja, neben dem Vanlifestyle sind wir leidenschaftliche Schlemmermäulchen. Wir kommen nur selten an einer Bäckerei vorbei ohne dabei leckere Croissants, ein Baguette oder eine Schachtel dieser bunten Macarons mitzunehmen…

 

Und dabei begeistert uns wiederum die Vielfalt des Hexagons. Jede Region hat ihre ganz eigenen Spezialitäten:

  • Tartiflette und Pinot Noir im Elsass
  • Soupe à l’oignon in der Haute-Savoie
  • Meeresfrüchte, Camembert und Butter in der Normandie
  • Crêpes, Kouign Amann, Caramel Beurre Salé und Cidre in der Bretagne
  • Canelés und noch mehr Wein in der Bordeaux-Region

Alleine beim Aufzählen überkommt uns schon wieder die Lust gleich loszufahren!

Ein weiterer Punkt, den wir an Frankreich so mögen sind die wöchentlichen Frischmärkte. Es gibt sie in jeden Dorf und man kann sich mit allen erdenklichen Lebensmitteln eindecken. Frisch und direkt vom Produzenten! Käse, Wurst, Fleisch, Fisch, Obst, Gemüse, frische Backwaren…eben alles was das Herz begehrt.

Wir kaufen unsere Lebensmittel am Liebsten auf dem Wochenmarkt ein. Denn es macht Spass die lokalen Produkte kennenzulernen und sich zusammen mit den Einheimischen durch’s Gewusel zu kämpfen.

Wochenmarkt in Frankreich

 

Ist Frankreich teuer?

Wir finden nicht! Natürlich hat jeder eine andere Auffassung von teuer.

Wir achten einfach auch verschiedene Sachen, wie zum Beispiel:

  • Tanken ist günstiger an den grossen Supermärkten
  • bei der Landstrasse spart man sich die teuren Mautkosten und kann nebenbei die schöne Landschaft geniessen
  • überteuertes Essen und Trinken an den Touristen-Destinationen vermeiden

Für den Rest finden wir, dass man in den Supermärkten gängige Lebensmittel zu normal-sterblichen Preisen bekommt. Des weiteren ist Frankreich ein Paradies für Weinliebhaber!

Eine kleine Sache stört uns allerdings an Frankreich:

 

Höhenbegrenzungen an Parkplätzen

In Sachen Höhenbegrenzungen sind die Franzosen Weltmeister. Und manchmal kann das ganz schön nervig sein…

Wir haben das Glück, dass unser Van mit einer Höhe von 2,13 Metern fast überall hindurch passt. Die 2,10 Meter Markierung schaffen wir ohne Probleme. Denn die Begrenzungen haben meist eine Toleranz und lassen etwas Spielraum.

 

 

Lästig sind die Dinger vor allem an den Supermärkten oder wenn man einen schönen Platz in Strandnähe haben möchte. Die Parkplätze am Meer sind schon fast alle mit diesen Barrieren versehen. Dann sind wir immer ganz froh, dass wir keine Stehhöhe haben und problemlos hindurch fahren können.

Letztendlich können wir nur jedem eine Frankreich-Tour mit dem Camper empfehlen. Egal ob Neueinsteiger, eingefleischter Reisemobilist, Campinggänger oder Freisteher. Das Land hat uns verzaubert, vom ersten Augenblick an wo wir es mit unserem Campervan erkundet haben.

Vielleicht treffen wir uns ja mal irgendwo unterwegs!
Patrick & Tascha | Patascha’s World

 

 

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