29.08.-06.09.2020

In der Welt
zu Hause.

29.08.-06.09.2020

28.08.2020 Fachbesuchertag

Silvester im Micro-Camper

Sven und Christina haben den Jahreswechsel 2018/2019 im Erzgebirge mit viel Schnee verbracht. Was sie dort alles erlebt haben erzählen sie im Folgenden Bericht.

Die Weihnachtszeit hatten wir in der stressigen Stadt verbracht. Überall wird einem das Fest aufgezwungen. Manchmal machen wir auch mit. Jährlich treffen wir uns mit Freunden auf dem Weihnachtsmarkt, auf einem ruhig historischen Markt des Nikolaiviertels mit Flammkuchen, Glühwein und auf einer kleine Leihnwand flimmert „Die Feuerzangenbowle“.

Danach geht’s meist weiter zum Roten Rathaus, wo man vor Angeboten gar nicht weiß, wo man zuerst hingehen soll. Zu allem Übel ist genau an Heilig Abend unser kleiner Hase gestorben, da war uns erst Recht nicht mehr nach Weihnachten zu Mute.

Zu Silvester suchten wir dann die Einsamkeit. Am Silvesterabend fuhren wir also Richtung Dresden. Am Schloss Moritzburg hielten wir kurz an um es uns von außen anzuschauen. Da es angefangen hatte zu Regnen, fuhren wir weiter. Das war genau das richtige Wetter um es sich in einer Therme gutgehen zu lassen. Im Freizeitbad Greifensteine war es nicht so voll wie beim ersten Versuch in den Bädergärten Eibenstock. Hier saunierten wir ausgiebig und ließen die Seelen baumeln.

In Breitenbrunn angekommen, fanden wir einen Stellplatz, der etwas höher gelegen war und wo man, wenn das Wetter mitgespielt hätte, schön auf das Dorf schauen konnte.

Am Silvestermorgen wurden wir vom Regen geweckt. Egal, was solls, wir sind ja nicht aus Zucker! Erst einmal einen Kaffee machen und dann ein leckeres Frühstück, das im Van immer besonders ist, auch wenn es nur aus Toast, Marmelade und Aufschnitt besteht.

Weil wir unbedingt Schnee haben wollten, planten wir einen Besuch auf dem Fichtelberg ein. Auf dem Weg nach Oberwiesenthal wurde die Landschaft zunehmend weißer und schließlich landeten wir in einer verschneiten Winterwelt. Genau darauf haben wir uns gefreut. Es war zwar grau und ungemütlich, aber wir hatten Schnee.

Auf dem Fichtelberg angekommen, mussten wir auf einen Parkplatz warten, denn sehr viele Leute wollten an diesem Tag nochmal Skifahren.

Es dauerte nicht lange, dann fanden wir einen Platz. Gut eingemummelt stapften wir los und sahen uns auf dem Gelände um. Es gab eine schöne Abfahrtstrecke und Rudelbahn, die aber beide im Nebel endeten. Sogar eine kleine Schmalspurbahn pendelt zwischen Fichtelberg und Oberwiesenthal. Die Friedensglocke, ein Zeichen der Deutschen Einheit, war dick mit Schnee und Eis bedeckt.

Etwas abseits ließen wir es uns nicht nehmen, durch den Schnee zu tollen. Der ein oder andere Schneeball flog natürlich auch.

Wir schauten auch noch ins Gasthaus, welches aber so voll war, dass wir eh keinen Platz bekommen hätten, und so gingen wir ziemlich durchgefroren wieder zum Auto.

Eine Stellplatzapp schlug uns einen Platz am Langlaufstadion Oberwiesenthal vor. Da fuhren wir auch gleich hin und befanden ihn für ideal. Ganz hinten in der letzten Bucht standen wir sicher und unscheinbar. Im Stadion hatte man die Möglichkeit die Toiletten für 0,50 € zu nutzen. Sonst war dort nicht viel los, nur einige Langläufer, die vom Stadion aus auf ihre Strecke starteten.

Wir richteten nach einer kleinen Stärkung den Van schön ein. Zum Schutz bauten wir den Schirm noch hinten ans Auto, weil es doch immer noch schneite und man so mal geschützt an die Luft gehen konnte. Draußen positionierten wir schon die Kerzen und der Feuereimer wurde bereitgestellt.

Zum Zeitvertreib spielten wir „Siedler von Catan“ und drehten später noch eine Runde draußen. So viel Schnee hatten wir ewig nicht gesehen. Als Stadtmensch bekommt man leider selten die Gelegenheit, da sich dieser immer schnell in dreckige Matsche verwandelt. Gegen Abend fuhren dann auch die letzten Autos vom Parkplatz davon und wir waren jetzt völlig alleine. Herrlich!

Als es langsam dämmerte, zündeten wir draußen die Kerzen an. Stille umgab uns, nur manchmal zog der Wind durch die Tannen, die dann leise rauschten. Genau das ist es, was wir lieben, was wir brauchen, um vom Alltag abzuschalten und was wir wahrscheinlich immer brauchen. Das Flackern der Kerzen, die in ihren Schneekuhlen den Schein zurückwarfen, machte das Ganze perfekt.

Es war zwar sehr kalt, aber wir ließen es uns nicht nehmen am letzten Tag des Jahres noch einmal einen Lachs auf den Grill zu legen. Das Kräuterbaguette bekam im Omnia Ofen langsam Farbe und wir freuten uns auf ein leckeres Abendessen. Der Feuereimer wurde dann auch angezündet. Man hörte das leise Knacken der Holzscheite auch drinnen, was eine gemütliche Atmosphäre ergab.

Die Zeit bis Mitternacht Uhr ist für uns immer sehr lang, weil wir immer zeitig schlafen gehen. Wir hielten aber tapfer aus und schauten noch einige YouTube Berichte. Da wir die Ruhe lieben und auch an die Wildtiere denken, haben wir uns ein knallfreies Feuerwerk gekauft. Mit Wunderkerzen, Glühwein und einem farbenfrohen kleinen Feuerwerk sind wir dann gemütlich ins neue Jahr gerutscht.

Unseren Silvester-Ausflug in unserem Micro-Camper haben wir auch in einem Video zusammengefasst. Viel Spaß beim Schauen!

Viele Grüße von

Christina & Sven!

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