Einbruchschutz fürs Wohnmobil

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Ungebetene Gäste verschaffen sich Eintritt ins Wohnmobil – der Albtraum für jeden Camper. Doch niemand sollte sich davon die Urlaubslaune verderben lassen. Mit den richtigen Vorkehrungen steht einem sicheren und entspannten Caravaning-Abenteuer nichts im Weg.

Text: Heike Kügler-Anger

Tipps und Tricks gegen Langfinger

Ganz wichtig: Den Park- oder Übernachtungsplatz umsichtig wählen. Autobahnraststätten, große Supermarktplätze, öffentliche Parkplätze am Straßenrand, an einem beliebten Strand oder Ausflugsziel sind für Diebe lukrative Ziele. Für die Nacht besser einen Camping- oder Stellplatz aufsuchen. Dabei auf das eigene Bauchgefühl hören, bei einem mulmigen Gefühl weiterfahren.

Mechanische Hilfsmittel

Schon mit relativ simplen Mitteln lassen sich Diebe ausbremsen. Eine Lenkrad-, Rad- oder Pedalkralle funktioniert als Wegfahrsperre, gerade wenn das Wohnmobil länger abgestellt wird. Zusätzliche Schlösser sichern die Aufbautür, Staufachklappen und die Heckgarage.
Geübten Langfingern gelingt es in kürzester Zeit und nahezu geräuschlos, die Dreiecksfenster im Fahrerhaus aufzuhebeln und die Fahrer-/Beifahrertür zu entriegeln. Eine zwischen beiden Vordertüren gespannte Kette oder ein Spanngurt verhindern dies. Ein Riegelschloss für Fahrerhaustüren ist noch effektiver, auch weil dadurch die Sitze nicht blockiert werden und man im Notfall schnell wegfahren kann. Kleine, handliche Fenstersperren oder Sicherheits-profile zeigen große Wirkung, damit Diebe nicht die Fenster aufhebeln und einsteigen.

Alarmanlage auf vier Pfoten

Viele Camper lieben Hunde. Spitzbuben dagegen weniger, eine vierbeinige laut bellende »Alarmanlage« flößt Einbrechern Respekt ein. Ist kein Hund an Bord, kann man trotzdem so tun als ob: Eine hinter der Windschutzscheibe abgelegte Hundeleine, ein Wassernapf vor der Tür und ein Aufkleber »Achtung Hund!« haben abschreckende Wirkung.

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Technische Hilfsmittel

Möchte man Kriminellen das Leben besonders schwer machen, kommen Alarmanlagen zum Einsatz. Magnetkontakte an Türen, Fenstern, Dachluken, Stauklappen und der Heckgarage lösen bei unerlaubtem Öffnen ein Warnsignal aus. Wer etwas geschickt ist, kann die Installation selbst vornehmen, die Hersteller unterstützen mit Anleitungen im Internet.

Ein hohes Maß an Sicherheit und Verlässlichkeit bieten Funk-Alarmanlagen, die oft als modulare Systeme angeboten werden und bei denen man sich viele praktische Komponenten nach den eigenen Bedürfnissen zusammenstellen kann: Funktionen wie Panikalarm, Anti-Jamming (Störsender), Alarm-SMS und eine smarte Steuerung durch eine App. Empfehlenswert ist zudem die Erweiterung um einen Gaswarner und ein GPS-Ortungssystem. Bei einem Diebstahl wird das Fahrzeug lokalisiert und die genaue Position via SMS auf das Smartphone gesendet. Eine preisgünstigere Möglichkeit sind kleine und daher gut zu versteckende Ortungshilfen für Smartphones wie der AirTag, sie bieten allerdings nur begrenzten Schutz.

Sicherheit im Wohnmobil ist ein Thema, das alle Camper angeht. Doch niemand sollte sich aus Angst vor Diebstahl oder Einbruch die Urlaubslaune vermiesen lassen. Wenn man die richtigen Vorkehrungen trifft und ansonsten den gesunden Menschenverstand walten lässt, steht einem sicheren und entspannten Wohnmobilabenteuer nichts im Weg.

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