Kräutersuche in der Alpenwelt

© Alpenwelt Karwendel | Marcel Dominik

Welches Kraut wirkt anti-depressiv, was darf alles in grüne Smoothies, und wie macht man Bauernkaviar? Wer ab Mai mit den Kräuterkundlerinnen durch die Alpenwelt Karwendel streift, kehrt mit Gesundheitstipps, neuen Geschmackserlebnissen und Rezepten zurück. Wozu Ziegen die Wildkräuter der Buckelwiesen „verarbeiten“, kann man hingegen auf der Goas-Alm schmecken.

Quelle: Alpenwelt Karwendel Tourismus GmbH

Auf Kräutersuche in der Alpenwelt Karwendel

Im Mai strecken in der Alpenwelt Karwendel wieder Tausende Enziane ihre Kelche in die Frühlingssonne. Doch die Kräuterpädagoginnen Maria Veit, Sabine Dallmann und Franziska Heinrich haben nicht nur die knallblauen Blüten im Blick, sondern vor allem die vielen essbaren und heilsamen Wildpflanzen am Wegesrand. Auf ihren wöchentlichen Wanderungen durch die Mittenwalder, Krüner und Wallgauer Fluren teilen sie ihr Wissen über das Suchen, Bestimmen und Verarbeiten alpiner Kräuter. Die rund 90-minütigen Touren sind gemütlich angelegt – genug Zeit also, um Pflanzen kennenzulernen und auch das ein oder andere Rezept auszutauschen. So erfährt man etwa, dass „Bauernkaviar“ aus gerösteten, in Öl geschwenkten Brennnesselsamen besteht. Am Ende wartet meist eine kleine Kostprobe – eingelegte Kräuter oder Fichtenspitzen-Sirup – als Picknick oder zum Mitnehmen

Sommerliche Aussichen von den Buckelwiesen © Alpenwelt Karwendel | Rudolf Pohmann

Artenreiche Wiesen im oberen Isartal

Die Landschaft rund um Mittenwald, Krün und Wallgau gilt als besonders artenreich. Einen großen Anteil daran haben die Buckelwiesen, die zu den schönsten 100 Geotopen Bayerns zählen. Zwischen den sanften Hügeln wächst eine erstaunliche Vielfalt an Wildpflanzen: die wundheilende Schafgarbe ebenso wie der natürliche Stimmungsaufheller Johanniskraut. Dazu gesellen sich echte Vitaminbomben wie Brennnessel, Gundelrebe und Löwenzahn sowie aromatischer wilder Thymian. Wer hier unterwegs ist, merkt schnell: Die Wiesen sind nicht nur eine Augenweide, sondern auch eine lebendige Speisekammer der Natur – vorausgesetzt, man weiß, wonach man sucht. 

Sonnenuntergang an den Buckelwiesen zwischen Mittenwald, Krün und Wallgau © Alpenwelt Karwendel | Wolfgang Ehn

Ziegenalm und regionale Spezialitäten

Nicht nur Wanderer wissen die kräuterreichen Buckelwiesen zu schätzen – auch Ziegen fühlen sich hier wohl. Rund hundert Geißen mit ihren Kitzen grasen auf der Goas-Alm bei Mittenwald. Die leichte Wanderung dorthin eröffnet immer wieder beeindruckende Blicke auf das Karwendelgebirge. Oben angekommen können Besucher Trinkjoghurt, Käse oder sogar Eis aus frischer Ziegenmilch probieren. Wer ein kulinarisches Andenken mitnehmen möchte, wird ebenfalls fündig: Bei Mary’s Marmeladen in Mittenwald oder im Hofladen Seitz beim Schweb im Krüner Ortsteil Klais gibt es Spezialitäten aus Wildkräutern und andere regionale Köstlichkeiten. Termine für Kräuterwanderungen und Wildkräuter-Spaziergänge finden sich im Veranstaltungskalender der Alpenwelt Karwendel sowie in den Tourist-Informationen von Mittenwald, Krün und Wallgau.

 © Alpenwelt Karwendel | Hubert Hornsteiner

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