27.08.-05.09.2021

LEIDENSCHAFT, DIE VERBINDET.

27.08.-05.09.2021

Die große Freiheit auf Rädern…

Die Tagpflücker sind mit ihren Klapprädern in Marokko unterwegs!

„Fahrrad: umweltfreundliches Fahrzeug mit gesundheitsfördernder Mechanik.„…oder: Klapprad – das unterschätzte Ding…

Ja, lieber Herr Dr. phil. Hinrich, Ihre Definition in Ehren, aber da geht noch viel viel viel mehr…

Gelbe, grüne, weiße Räder, unser Haushalt hatte sie alle.  Aber eines schönen Tages flatterte uns doch, wer weiß woher, ein schwarzes Radl vor die Augen. 
Dieses Schwarze wirkte, als habe es alles im Griff. Es schien zu fragen: „Noch Fragen?“. Nö, im Moment nicht. Fragen hatten wir keine. Denn es stellte sich erst gar nicht die Frage nach einem anderen, neuen Rad. Wir hatten ja welche. Und zwar richtig Gute, wie man so sagt. 

Unterdessen weckte allerdings dieses dunkle Klappding – speziell in mir – Assoziationen an Ghettobluster, an von Rauchschwaden durchzogene dustere Gassen mit nassglänzendem Kopfsteinpflaster, an kernige coole Typen mit protzigen Gliederketten, die ihren glutäugigen bulligen Pit kurzerhand an eine rostige verbeulte Blechtonne pieseln lassen. 

Also wirklich so rein gar nix für uns, wir, so die untrainierten Genussradler, so älteres Semester, jung fühlend, aber kalkig rieselnd, neue Hüfte, aber froh noch dabei zu sein, perspektivisch hoffend, Arzttermine koordinierend, Gleitsichtbrille putzend, usw. usw. – aber manchmal mit Ellbogen aus dem Fenster fahrend und mit Flausen im Kopf, oder wie man diese Gedankenfetzen nennt. Flausen hin, Flausen her, es ist doch nur ein Klapprad. Klapprad! Um Himmels Willen! Was kann man davon schon erwarten ? 

Aber an der Andersartigkeit dieses Klapprades kamen wir einfach nicht vorbei. Es schien „Liebe auf den ersten Blick“ zu sein. Das tiefe Schwarz aus dem Süddeutschen bekam plötzlich einen rosigen Schimmer, lockte mit mobilem Fun, platzsparendem einfachen Handling, großer Durchzugskraft, perfektem Service, Robustheit und viel Komfort, markanter Außergewöhnlichkeit, absoluter Geländegängigkeit, breiten Schlappen und … dem Daumengas. Teuflisch.

Und wann dann, wenn nicht jetzt?
Daumengas geben…das wär’s doch!
Noch werden wir uns im Sattel halten können.
Noch machen unsere Hunde alles mit.
Der Trend geht ohnehin zum Zweitrad!
Und man gönnt sich ja sonst nix.
Also…Kleinhirn an Großhirn:
Ordern!

Bald entlud sich die Situation, also zunächst der Fahrer der Spedition das Paket und danach mein Wim seine Vorfreude. Er hatte solch einen Spaß, den gut eingepackten und geschützten Schatz im Karton standesgemäß mitten im Wohnzimmer zu heben und zu entdecken. Alles war perfekt. Wie von RSM zugesagt, musste Wim nur diesen „Speichen-Reifen-Burger“ auseinander klappen, feststellen, Gestänge von schützender Verpackungshaut befreien, Sattel auf Sattelstange einsetzen, Lenker hochziehen und einsetzen, fertig. Fahrbereit. Und Akkuladung ist auch scho‘ drin.

Wie es weitergeht?
Wie geduldig es sich fahren lässt?
Wie es hält, was es verspricht?
Das erfahren wir auf unserer anstehenden Tour.
Es geht nach Marokko…
Dort wird das schwarze Bike sich beweisen müssen.
Und dort werden wir das Thema „Daumengas“ vertiefend bearbeiten.   

Vorweg genommen: 

Das Radeln mit dem Rad ist der Renner.
Das Rennen mit dem Radel ist der Spaß.

Es geht ab wie Schmitz Katz‘, über Stock und Stein, stabil im Sitz und Lenker, wendig und leicht zu handhaben, und das alles mit Hunden in Anhängern hinten dran. Da sprechen wir dann von einem Gewicht von ca. 60 kg, das gezogen werden will. Ohne Mühe, total laufruhig, meistert dieses Rad jede Strecke, und bietet, muss man denn wirklich mal an einem Steilstück absteigen, eine perfekte Schiebehilfe durch Aktivieren „Daumengas“. Und das alles, obwohl das kleine gemeine Ding „nur“ ein „Klapprad“ ist.

Große Freiheit auf Rädern – die vom Wohnmobil in Ergänzung mit denen vom Bike und das alles in einem so vielfältig faszinierenden Land… 

Schaut mal rein in diesen Traum: 

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